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Managed Nearshoring

Donnerstag, 06. November 2008

Ein Szenario, in dem sich viele mittelständische Untenehmen derzeit befinden, stellt sich folgendermaßen dar: Die Gesetze des globalen Wettbewerbs verlangen dringend nach Maßnahmen in Sachen Near- oder Offshore-Oustsourcing, es fehlen aber die Mittel, um die eigentlich notwendigen Vorhaben in die Tat umzusetzen.

Anscheinend gibt es aber ein Ausweg aus diesem Dilemma: Im Kontext des Begriffs „Managed Nearshoring“ zeigt eine aktuelle Studie der Berlecon Research auf, wie mittelständische Unternehmen auch mit geringen finanziellen Mitteln und bei überschaubarem Risiko ein effektives Nearshore-Outsourcing betreiben können, das im Endeffekt ihre Wettbewerbsfähigkeit steigert. Stark vereinfacht dargestellt funktioniert das Berlecon-Modell folgendermaßen: Personal, Infrastruktur sowie auch Leistungen im Bereich des Managements werden von darauf spezialisierten Offshore-Anbietern bereitgestellt, die Kontrolle und die Entscheidungsgewalt behält jedoch der jeweilige Kunde.

Die Forscher von Berlecon sind davon überzeugt, dass deutsche mittelständische Unternehmen aus dem ITK-Bereich durch Managed Nearshoring gute Chancen haben, sich gegenüber internationalen Anbietern Vorteile zu verschaffen. Es sollte aber nicht der Fehler gemacht werden, diese Form des Outsourcings als reine Sparmaßnahme anzusehen, sondern ganz eindeutig als eine strategische Investition.

Für alle, die sich ausführlicher über das Thema „Managed Nearshoring“ informieren möchten, hier ein paar Links:

Artikel in der “Computerwoche”

Die offizielle Studie

Thema: Offshore-Outsourcing

Donnerstag, 21. August 2008

Das Outsourcen von IT erfreut sich bei deutschen Unternehmen immer größerer Beliebtheit. Hauptgrund sind die Kostenvorteile, die vor allem durch IT-Offshoring entstehen. Alles billig, aber auch schön? Eine zentrale Frage bleibt offen: Ist die Verlagerung von Informationstechnologie ins In- oder Ausland eine reine Kosten/Nutzen – Überlegung?

In einer aktuellen Studie des Dienstleisters Hexaware gaben 61 Prozent der Befragten Unternehmens-Manager an, dass das Auslagern der IT-Infrastruktur und -Services an Dienstleister in Ländern mit niedrigeren Lohnkosten als in Deutschland ihre Kosten senkt. Neben dem Kostenaspekt sind die schnelleren Entwicklungsmöglichkeiten, eine steigende Erfolgswahrscheinlichkeit sowie der Einkauf von Expertenwissen die häufigsten Argumente. Auch die Konzentration auf Kernkompetenzen ist ein sehr beliebtes Motiv.

Auffällig ist aber, dass lediglich 7 Prozent der Befragten den Punkt „Qualität“ als Grund für IT-Offshoring angegeben haben. Und vor dem Hintergrund, dass fast 90 Prozent der Manager das Offshore-Outsourcing nicht nur projektbezogen, sondern als eine langfristige Strategie verstehen, muss auch die kritische Frage nach dem Verlust von eigenen Kompetenzen im Bereich IT erlaubt sein. Weiterhin diskussionswürdig: Die Abhängigkeit zu einem externen Dienstleister. Was passiert, wenn dieser plötzlich vom Markt verschwindet? Und nicht zu vergessen: Die Außendarstellung des Unternehmens. All dies sind gute Gründe, im Bereich IT-Outsourcing bzw. IT-Offshoring keine reine Kosten/Nutzen-Rechnung aufzumachen.